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22.6.-2.7.2008
In Panama hatten wir 1 Woche Zeit bis zur grossen Ueberfahrt nach Kolumbien. Eigentlich war nur noch die Frage zu klaeren, ob wir den Golf von San Blas, wo unser Schiff ablegen sollte, via Erdstrasse oder via Boot erreichen solten. 2 Dinge haben uns die Wahl ziemlich leicht gemacht. Zum einen die Wettervorhersage(die dann zum Glueck nicht ganz zutraf) “7 Tage nur Regen”. Bei Naesse ist diese Strasse von Chepo nach Carti ein Wechselspiel zwischen seifigen Steigungen und tiefen Schlammpassagen. Die zweite, sehr eindeutige, Entscheidungshilfe war der hintere Stossdaempfer von Andis Motorrad. Andi sinkt naemlich von Tag zu Tag tiefer, und der Bremszylinder hat schon mehrmals in den Auspuff geschlagen. Gluecklicherweise trafen wir Paul (ein Motorradfanatiker in Panama) , der uns die Connection zu “Worksperformance” in den USA aufbaute. 2 neue Stossdaempfer sind schon bestellt und wir hoffen, sie in der 3.Juliwoche in Medellin(Kolumbien) abholen zu koennen.
In Panama verliessen wir die 4-spurige langweilige Panamericana nur einmal, naemlich als wir fuer 3 Tage in die Berge nach Boquete fuhren. Die kleine Stadt mitten in Kaffeefeldern gelegen und von Bergen umgeben, hat ein angenehmes Klima. Das haben auch viele Amerikaner erkannt und hier ein Haus fuer ihre Pension gekauft. Die Lebenskosten sind dadurch in den letzten 3 Jahren derartig gestiegen, dass sich viele Einheimischen(Durchschnittseinkommen 2-300US) das Leben in Boquete bald nicht mehr leisten werden koennen.
Auch Panama City haben wir diesmal ausgelassen und sind direkt Richtung Colon und Karibikkueste abgebogen. Die Strase nach Porto Bello und teilweise sogar bis nach Miramar ist asphaltiert und die Sonne scheint auch ab und zu. In Miramar mussten wir uns nach einem geeigneten Boot zu den San Blas Inseln umschauen. Nach einem Tag herumsitzen - so wie es viele Einheimische hier ihr ganzes Leben lang tun – durften wir durch viel Glueck mit einem voellig ueberladenen Lebensmittelboot mitfahren. Der Magen krampfte zwar ziemlich bei der 5-stuendigen Ueberfahrt, aber die Motorraeder kamen heil in El Porvenir an. Dort wartete schon die “Stahlratte”(ein ueber 100Jahre alter 2-Master) auf uns und nahm die Bikes gleich an Bord. Die 1 1/2 Tage bis zur engueltigen Abfahrt verbrachten wir auf den kleinen Inseln der Kuna-Indianer.
Am Montag startete die "Stahlratte" nach Sueden. 17 Passagiere und 5 Crewmembers. Bei einer abgelegenen unbewohnten Inselgruppe schoben wir einen 2-taegigen Zwischenstop ein.Schwimmen, schnorcheln,...in Postkarten-Umgebung. Die reichliche heimische Kost am Schiff liess auc unsere Baeuchlein rund und zufrieden lachen. Die folgende 30-stuendige schaukelnde Ueberfahrt daempfte den Appetit doch etwas, und wir waren froh, als Kolumbien am Horizont auftauchte.
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